Gemeine
Stechmücke(Culex
pipiens(L.
1758))
Die
Gemeine
Stechmücke(Culex
pipiens(L. 1758))
gehört zur Familie der
Stechmücken(Culicidae).[http://insektoid.info/muecken/arten/]
In
Mitteleuropa kommen etwa hundert verschiedene Mückenarten vor. Culex
pipiens gilt als eine
der in Europa häufigsten Arten.
Eine Gemeine Stechmücke
(Culex pipiens(L. 1758))
bei einer kurzen Rast
an einem besonnten Stämmchen
einer Sommerlinde(Tilia platyphyllos(Scop.))
Merkmale
Stechmücken
besitzen einen schlanken Körper. Er erreicht Längen von drei bis
sieben Millimetern.
Männliche
Stechmücken lassen sich an ihren gefiederten Fühlern
bzw. Antennen erkennen. Sie stechen nicht.
Weibliche Stechmücken tragen einfache Fühler bzw. Antennen.[http://www.insektenbox.de/zweifl/gestec.htm]
Weibliche Stechmücken tragen einfache Fühler bzw. Antennen.[http://www.insektenbox.de/zweifl/gestec.htm]
Ihr
Körper trägt schlanke Flügel.
Der
Körper selbst wird von langen Beinen getragen.
Auf
dem Hinterleib wechseln dunkelbraune wie weißliche Bänder einander
ab.
Weibliche
Stechmücken besitzen eine langen Stechrüssel, der ihnen auch
zum Saugen von Blut dient. Ihr Hinterleib endet abgerundet.
Männliche
Stechmücken tragen
einen kürzeren Saugrüssel, der zum Trinken von Nektar wie
Pflanzensäfte sich
eignet.[https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeine_Stechm%C3%BCcke]
Eine
Verwechslung mit anderen Stechmücken ist möglich.
[http://www.lifeline.de/vorsorgen/insektenschutz/galerie-kennen-sie-schon-diese-muecken-id133205.html]
Vorkommen
Culex
pipiens zeigt eine
weltweite
Verbreitung.[https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeine_Stechm%C3%BCcke]
Die
Gemeine Stechmücke bevorzugt feuchte Wälder als
Aufenthaltsort.
Lebensweise
Etwa
von März, April bis November kann die Gemeine
Stechmücke draußen in der Natur beim Fliegen beobachtet werden.
Weibliche
Stechmücken saugen Nektar und gelegentlich Blut von Vögeln wie
Säugetieren; männliche nur Pflanzensäfte und Nektar.
Da
nach einer Paarung weibliche Stechmücken Eiweiße(Proteine)
benötigen,
können sie nur über eine Blutmahlzeit ihre Fortpflanzung sichern.
Hierbei
orientieren sich weibliche Stechmücken nach Körperwärme,
ausgeatmeten
Wasserdampf oder Kohlenstoffdioxid(Co2) sowie Schweiß-,
tierischen oder menschlichen Gerüche.
Im
Schweiß scheint ein Wirkstoff para-Kresol auf Stechmücken
anziehend zu wirken.
(Seit
2004 ist bei menschlichem Schweiß 4-methylphenol oder
2-methylphenol
als Lockstoff für die Gemeine Stechmücke bestimmt.)
[http://www.biteling.de/alles-ueber-stechmuecken/]
Stechmücken
bilden oft Schwärme – meist aus männlichen
Stechmücken.
Weibliche
Stechmücken werden im Schwarm an ihren tieferen Flugton(bei
350 Hertz) erkannt. Männliche Stechmücken liegen mit ihrer
Flügelschlagfrequenz darüber.
Männliche
Stechmücken stürzen sich auf die weibliche und sinken mit ihr zu
Boden. Am Boden erfolgt die Paarung über wenige
Sekunden hinweg.
Paarungen
erfolgen von ca. März bis Oktober.
Begattete,
weibliche Stechmücken überwintern an geschützten Orten wie z. B.
Schuppen oder Keller.
Im
Frühling werden etwa 200 bis 300 Eier als „Schiffchen“ auf der
Wasseroberfläche abgelegt.
Zwischen
den Eiern im Paket sind Luftblasen, die die Eier an der
Wasseroberfläche weiterhin schwimmen lassen.
Als
Eiablageort können Seen, Teiche, Wassergräben, Sumpftümpel,
Regentonnen, Pfützen oder Gewässer mit Salzgehalt genutzt werden.
Stark
eutrophierte Gewässer – also Gewässer mit Nährstoffen –
werden zur Eiablage bevorzugt.
Die
schlüpfenden Larven können auch längeres Liegen in Trockenheit
überstehen.
Nach
ihrem Schlupf – Kopf voran
-
hängen sie unterhalb der Wasseroberfläche und strecken ihr Atemrohr
empor.
Gefressen
werden Schwebeteilchen, Algen oder kleinste Tiere.
Werden
Mückenlarven gestört, tauchen sie
ab.[http://www.insektenbox.de/zweifl/gestec.htm]
Nach
viermaliger Häutung verpuppt sich die Larve bzw. Made.
Diese
Puppe trägt statt eines Atemrohrs nun zwei
Atemhörner[http://www.insektenbox.de/zweifl/gestec.htm], die zur
Brust führen.
Auch
die kommaförmige Puppe
[http://www.naturspektrum.de/db/spezies.php?art=culex_pipiens]
hängt unterhalb der Wasseroberfläche.
Bald
darauf schlüpft die Stechmücke und verlässt das Gewässer.
Insgesamt
kann die Entwicklung vom Ei an zwanzig Tage dauern.
Dies
ist aber von der vorherrschenden Temperatur abhängig!
Stechmücken
wie deren Entwicklungsstadien werden gerne
z.
B. von Libellenlarven oder Fischen, Amphibien, Vögel u. a.
gefressen.
Ein
Stich einer Stechmücke erfolgt bevorzugt während der
Dämmerung oder in der Nacht. Stechmücken dringen auch
in Gebäude ein.
Nachdem
ein Wirt angeflogen wurde, wartet die weibliche Stechmücke
einige Sekunden, um sicher zu sein, dass sie unbemerkt geblieben ist.
[http://www.menschenswetter.at/editorial_articles/show/1268/stechmuecken-finden-ihre-opfer-zielsicher]
Hat
sie unter der Haut ein Blutgefäß festgestellt, bohrt sie ihren
Stechrüssel tief ein.
Oft
verursacht der Einstich nur geringfügig Schmerzen, wenn er
z.
B. in der Nähe von Schmerzrezeptoren erfolgt. Hierdurch bemerkt der
Wirt den Stich. Die Stechmücke saugt das Blut ein, ihr
Hinterleib(Abdomen) schwillt an und färbt sich ggf. rötlich.
Der
Speichel der weiblichen Stechmücke verflüssigt das Blut ihres
Wirtes. Ferner verhindert ihr Speichel das Gerinnen des Wirtsblutes,
sodass der Rüssel der Stechmücke während der Blutaufnahme nicht
verstopfen kann.
Dies
regt einen vermehrten Blutfluss zur Einstichstelle an.
Weibliche
Stechmücken – mit Ausnahme der überwinternden – haben eine
Lebenserwartung von etwa sechs Wochen; männliche leben
kürzer.
Beim
Menschen kann der Speichel von Stechmücken einen Juckreiz oder auch
Allergien auslösen. Dieser Reiz wird durch Eiweiße im Speichel der
Stechmücke verursacht.
Problematischer
können sich Stechmücken als Vektoren, d. h.
Krankheitsüberträgung bzw. -überträger hier von Viren oder Bakterien, auswirken!
Erfolgte
ihre erste Blutmahlzeit an einem oder einer Kranken, so kann dieser
bzw. diese – je nach Ursache seiner, ihrer Krankheit – über
sein, ihr Blut Viren oder Bakterien an die weibliche Stechmücke
abgeben.
Bei
einem weiteren Stich, ggf. erst vor der nächsten Eiablage, durch
eine infizierte Stechmücke können jene Erreger an einen gesunden
Wirt weitergegeben werden!
In
Israel wurde so Sindbis- oder West-Nil-Virus aus
Stechmücken isoliert; in Ägypten ferner noch das
Riftalfieber. Eine direkte Übertragung jener Krankheiten ist
aber bislang noch nicht bekannt.
Auch
der Batai-, Tahyna-Virus kann von der Gemeinen
Stechmücke übertragen werden. Letzterer kommt in Europa wie
Rußland vor.
Eine
Infektion hiermit wird häufig als Sommergrippe bestimmt.
Entlang
großer Flüsse konnte in Deutschland eine Häufung der Infektionrn
festgestellt werden.
Gesichert
ist z. B. eine Übertragung des Fadenwurmes Wuchereria bancrofti.
Allerdings führen Stiche hier zu einer sich abschwächenden
Lymphadenitis bzw. Lymphangitis. Ferner bekannt ist
Übertragung von Malaria, Gelb-, Dengue-,
Chikungunya-, Rift-Valley-Fieber oder Tularämie(durch
Bakterien).
Schwerere
Erkrankungen werden als Filariosen(z. B. Elephantiasis
tropica)bezeichnet.
Als
Vektoren bei Tieren können sie die Venezolanische
Pferdeenzephalomyelitis, Myxomatose(Kaninchenpest) oder
in Haushunden parasitierende Würmer(Dirofilaria repens
oder immitis)
übertragen.[http://www.schaedlingskunde.de/Steckbriefe/htm_Seiten/Gemeine-Stechmuecke-Culex-pipiens.htm]
[z.
B. auch: http://www.scalibor.de/muecken/stechmuecke.asp]
Culex
pipiens kann auch den Usutu-Virus(aus der Gruppe der
Flaviviridae) übertragen.
Vermutlich
wurde dieser Virus durch Zugvögel nach Mitteleuropa
gebracht. Inzwischen ist er z. B. besonders bei Amseln(Turdus
merula(L. 1758)) sowie Eulenvögeln verbreitet und kommt auch
bei weiteren einheimischen Vogelarten vor. Bei der Amsel wurde z. B.
bereits eine hohe Sterblichkeit 2001 in Österreich erfasst. Seit
1996 tritt er in Italien, Ungarn und der Schweiz auf. 2009 wurde
erstmals der Virus beim Menschen diagnostiziert. Dieser
Virus befällt auch andere Vogelarten.
Seit
2012 sterben auch in Deutschland Vögel an dem Usutu-Virus!
Am
Georgia Institut of Technology wurde der Aufprall von
Regentropfen auf Stechmücken untersucht. Wohl auf
Grund geringer
Körpermasse(0,002g)[http://www.biologie-schule.de/stechmuecke-steckbrief.php]
überstanden die Stechmücken dies. Die festgestellte
Belastung(g-Wert) lag zwischen 100 bis 300g.
Hiernach
würden Stechmücken die höchste Beschleunigung im Tierreich
ggf. bei Regen erfahren wie verkraften können.
(Als
Vergleich hierzu sind in Deutschland für Transport maximal 6g
zulässig; wobei dies beim Menschen bereits Nasenbluten verursachen
kann.)[http://www.biteling.de/alles-ueber-stechmuecken/]
Stechmücken
können auch als Lästlinge die Qualität des Lebens von Tier
oder Mensch erheblich beeinträchtigen, wenn ein Aufenthalt im Freien
kaum möglich ist.[http://www.muecken.org/]
Bei
Tourismus oder bei der Nutztierhaltung kann dies zu wirtschaftlichen
bzw. finanziellen Schäden führen.
2010
wurden erstmals in Deutschland von Culex pipens sowie
zwei weiteren Stechmückenarten Sindbis-Viren
isoliert.[https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeine_Stechm%C3%BCcke]
Die
Gemeine Stechmücke ist bislang nicht geschützt und wird es
künftig wohl auch nicht
sein.[http://tierdoku.com/index.php?title=Gemeine_Stechm%C3%BCcke]
{Auch
infolge einer Klimaveränderung können künftig weitere
Stechmückenarten
auch nach Europa eingeschleppt werden oder vordringen!!}
[http://www.focus.de/gesundheit/diverses/gesundheit-exotische-muecken-in-deutschland-schon-laengst-heimisch_id_3925057.html]
Andere Stechmückenarten
https://www.youtube.com/watch?v=JWJT0r8e-3s – Mücken als Kampfmittel gegen Malaria
Fressfeinde
Anderes
Bekämpfungsmaßnahmen
In
der Nähe von Wohngebieten sollten – sofern möglich – besonders
stehende Gewässer beseitigt bzw. vermieden werden. Fließende
können ggf. kurzfristig umgeleitet werden.
Z.
B. :
Fliegengitter
oder Moskitonetze können zumindest etwas Abhilfe schaffen.
Besonders
am Abend können unbedeckte Hautpartien mit Repellents
eingerieben werden. Jedoch unterbleibt eine Fernwirkung. Ihr Schutz
bleibt nur kurzfristig bestehen, wenn sie flächig auf nackter Haut
aufgetragen wurden.
Auch
eine Insektenschutz-Kleidung kann dort helfen, wo Mücken durch eine
Kleidung hindurch stechen.
UV-Lampen
im Freien locken nicht nur Stechmücken, sondern
ggf.
auch geschützte Insekten an.
Akustische
Mittel wie „Mückenpiepser“ scheinen mit ihren hochfrequenten
Tönen jedoch unwirksam zu bleiben.
DDT
wurde in früheren Jahren erfolgreich zur Stechmückenkontrolle
eingesetzt. Später(Ende der 1960iger Jahre) zeigte sich jedoch, dass
bei vielen Stechmücken Resistenzen
auftraten.[https://www.youtube.com/watch?v=c0D8JO1UwM4]
Zudem
kam hinzu, dass DDT sich in der Nahrungskette innerhalb
von Biotopen anhäufen kann und ggf. zum Tod betroffener
„Spitzenkonsumenten“(Räuber – ggf. auch der Mensch) führt!
Deswegen
erfolgte 1982 durch die WHO eine weitere Veröffentlichung zur
Stechmückenbekämpfung, die auch Gesichtspunkte aus Entomologie,
Ökologie sowie Wirtschaft mit einschlossen.
Integrierte
Bekämpfungsmethoden versuchen viele weiteren Einflußfaktoren zu
ermitteln und zu berücksichtigen.
Bekämpfungsmethoden
zur Stechmückenentfernung
0.)Persönliche
Vorbeugemaßnahmen
Schutzmaßnahmen
für Personen(z. B. Kleidung) wie an Gebäuden
u.
a.
1.)Förderung
von Fressfeinde
2.)Chemische
Bekämpfung
a)Insektizide,
(aber hierbei Resistenzbildung möglich,
ferner
oft mit „Breitbandwirkung“
(unter
Mitschädigung anderer Arten)
sowie
Schadstoffanreicherung über Nahrungsketten
langfristig
als Gefahr!)
b)Brutgewässer
– Ausbringung einer dünnen Lage eines chemischen
Stoffes(ggf.
dünnen Films) zur Abdeckung der Wasseroberfläche
zur
Abtötung der Stechmückenlarven
3.)a)Biologische
Bekämfpung
z.
B. mit Bacillus thuringiensis(israelensis)
oder
Verringerung der Mückendichte
durch
z. B. Pheromonfallen
(ggf.
verstärkt durch Chitinase(Enzym))
b)Genetisch
Bekämpfung
z.
B. durch Hormonausbringung
(Häutungs- oder
Juvenilhormone);
oder
durch Aussetzung Steriler-Insekten-Technik
Ggf.
Folgen eines Stichs
Abhilfe
beim Mückenstich
Zukünftige Gefahren?
http://www.schattenblick.de/infopool/nachrich/tag/umw-7041.html
http://www.der-postillon.com/2016/06/stechmuecken-naturschutz.html
(Sollte jene Meldung zutreffen, wären erfreuliche Einnahmen für Natur- wie Umweltschutz die Folge. Wie sollte es aber mit Verkehrsmitteln gehandhabt werden??)
http://www.schattenblick.de/infopool/nachrich/tag/umw-7041.html
http://www.der-postillon.com/2016/06/stechmuecken-naturschutz.html
(Sollte jene Meldung zutreffen, wären erfreuliche Einnahmen für Natur- wie Umweltschutz die Folge. Wie sollte es aber mit Verkehrsmitteln gehandhabt werden??)
Weblinks
http://www.lifeline.de/vorsorgen/insektenschutz/galerie-kennen-sie-schon-diese-muecken-id133205.html
http://www.menschenswetter.at/editorial_articles/show/1268/stechmuecken-finden-ihre-opfer-zielsicher
Fotos
http://www.schaedlinge.com/schaedlinge/muecken.htm
– Zeichnungen
Videoclips
Andere
Stechmückenarten
https://www.youtube.com/watch?v=JWJT0r8e-3s
– Mücken als Kampfmittel gegen Malaria
Fressfeinde
Anderes

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