Stieglitz(Carduelis
carduelis(L.
1758))
Der Stieglitz bzw. Distelfink
gehört zu den Finkenvögel(Fringillidae).
Er ist ein relativ kleiner
Finkenvogel.[http://www.brodowski-fotografie.de/beobachtungen/stieglitz.html][https://de.wiktionary.org/wiki/Stieglitz]
Aufgrund seiner Bevorzugung von Disteln
wird er gelegentlich auch als ein christliches Sinnbild
für die Passion wie Kreuzestod Christi
genommen.[http://www.symbole-wiki.de/index.php/Stieglitz]
Direkte Verwandschaftsbeziehungen zum
Grünling(Carduelis chloris) wurden nicht festgestellt. Am
ehesten wäre hier aufgrund mitochondraler DNA-Analyse noch der
Zitronen-Girlitz(Carduelis citrinella) geeignet.
Der Stieglitz war in der Schweiz
der Vogel des Jahres 2003, da starker Pestizideinsatz seine
Nahrungsgrundlage vernichtet
hatte.[https://de.wikipedia.org/wiki/Stieglitz]
Stieglitz(Carduelis carduelis(L. 1758)) beim
Fressen von Samen einer Berg-Flockenblume
(Centaurea montana(L.))
Merkmale
Stieglitze
erreichen Körpergrößen von
zwölf bis dreizehn Zentimetern und wiegen etwa vierzehn bis neunzehn
Gramm.
Ihre
Flügelspannweite reicht von 21 bis 25 Zentimetern.
Ein
Stieglitz trägt (als "Maske") rote Federn im Gesicht,
Kopf wie
Halsseiten bedecken weiße Federn.
Von
der Schnabelbasis bis zu den Augen sowie halbkreisförmig hinter den
weißen Federn folgen schwarzfarbene.
Seine
Flügel zeigen einen gelbe Flügelbinde und ansonsten meist
schwarze Federn.
Sein
Rücken wird von hellbraunem Gefieder bedeckt; sein Bürzel trägt solch ein weißes.
Sein
gegabelter Schwanz besteht aus schwarzen Federn, die zur Spitze hin
weiße Flecken tragen.
Brust,
Bauch wie Flanken bedecken hellbraune(zimtfarbene) bis weißliche
Federn.
Sein
langer Schnabel ist spitz und wird als hornfarben beschrieben. Zur
Spitze seines Schnabels hin kann der Stieglitz(Carduelis
carduelis(L. 1758)) kleine, graue bis schwarze Flecken tragen.
Stieglitze
zeigen einen gering ausgeprägten Geschlechts-dimorphismus.
Männliche Vögel tragen eine dunklere und größere
Gesichtsmaske, die den Hinterrand ihrer Augen
erreicht.
Das
Bauchgefieder der männlichen Stieglitze ist gelblich.
Der
Schnabel der Männchen soll spitzer und länger als der der
weiblichen Stieglitze sein. Die Spitze des Schnabels kann leicht
gebogen sein.
Bei
weiblichen Stieglitzen erreicht deren Gesichtsmaske nur
etwa die Hälfte des Auges. Dadurch ist das Rot
an der Kehle weniger.
Der
Kopf erscheint rundlicher. Ihr Bauchgefieder wirkt
grüngelb.
Ihre
Deckfedern scheinen graubraun bis braun.
Ihre
Schnabelspitze ist gerade.{Aber hierzu gibt es Ausnahmen.}
Jungvögel
besitzen noch keine markante Kopffärbung. Sie tragen noch
grau bis bräunliche Kopffedern.
Ihre
Körperoberseite ist grau bis gelbbraun mit
Streifen oder einer Fleckung. Ihre Flügel sind
schwarzgelb gefärbt, ihr Schwanz ist schwarz.
Nestlinge
tragen dunkelgraue Daunen. Ihr Rachen erscheint
karminrot, ihr Gaumen purpurn und die Randwülste
des Schnabels sind weiß.
Vorkommen
Der
Stieglitz kommt in Westeuropa bis zur Mitte von
Sibirien vor. Ferner kann er im Norden von Afrika
sowie in West- wie Zentralasien angetroffen werden.
In
Südamerika, Australien sowie Neuseeland und auf ein
paar Inseln nördlich sowie östlich von Australien wurde der
Stieglitz eingeführt.
In
Island sowie in der Mitte wie im Norden von Skandinavien wie Finnland
fehlt er jedoch.
Stieglitze
gelten als Teilzieher. Sie überwintern in z. B. in
Westeuropa.
In
milderen Gebieten seines Vorkommens tritt er als Standvogel
auf.
Starker
Frost im Winter kann zu Abwanderung bei ihm führen.
Stieglitze
bevorzugen offene Landschaften mit reichlich Bäumen.
Von
Meeresniveau bis zu 1300 inzwischen bis 1600 Metern über dem
Meeresspiegel können Stieglitze sich aufhalten.
Besonders
Obstgärten mit Wildkräutern oder Ruderalflächen sowie
Sträuchern bevorzugen Stieglitze; jedoch auch Waldränder, Pfade mit
Säumen aus Pflanzen, Streuobstwiesen, Feldgehölze, Hecken sowie
Ufer von Gewässern können ihm als Aufenthaltsort dienen. Ferner
kann er auf Brachen, Kiesgruben, Schuttplätzen oder in alten
Gärten(Naturgärten), Weinbergen, in Parks wie Alleen oder
Friedhöfen angetroffen werden.
In
seinem Habitat sollten vereinzelte Bäume und Pflanzen, die Samen
tragen, vorkommen.
Lebensweise
Sein
stabiler Flug erfolgt wellenförmig.
Zwischen
Juli und August findet die Mauser von Jung- wie Altvögeln
statt.
Stieglitze
hüpfen am Boden unbeholfen; in Sträuchern, Bäumen u. ä. können
sie jedoch gewandt klettern.
Der
Stieglitz bzw. Distelfink frisst (halb-)reife Samen
von Pflanzen auf Wiesen, Stauden sowie Bäumen. Stieglitze haben sich
auf das Samenfressen spezialisiert.
{Sie
können hierzu sogar kopfüber hängen.}
Stieglitze
tragen ihren Gesang hörbar vor. Nur während der Mauser
verstummt er.
Einerseits
dient er zur Markierung des Nestes; außerhalb
der Brutzeit zum Zusammenhalt der Gruppe. Der
Gesang wird durch einen Vorgesang eines Männchens
geprägt; weibliche Stieglitze singen auch – jedoch etwas
leiser und kürzer.
Meist
erfolgt er von Singwarten aus, selten im Flug.
Der
männliche Stieglitz singt vor der Balz mit pendelnden
Körperbewegungen; der weibliche Stieglitz fordert durch
Körperpendeln und gesenktem Schnabel zur Begattung auf. Gefiederaufplustern soll von den gelben Flügelbinden ablenken.
Der männliche Stieglitz zeigt geglättetes Gefieder und hebt
seine Flügel leicht an, um die gelben Flügelbinden zu
zeigen. Flügelspreizen hilft etwas die Binden breiter aussehen zu
lassen.
Breitbeinig
ruckt der männliche Stieglitz mit hängenden Flügeln sowie
gespreiztem Schwanz.
Während
er singt pendelt sein Körper von einer zur anderen Seite. Zusätzlich
füttert der männliche den weiblichen Stieglitz.
Dieser
ruckt mit den Beinen, zittert mit den Flügeln und stellt den Schwanz
nach oben.
Dies
signalisiert ihre Bereitschaft zur Kopulation(Begattung).
Diese
erfolgt bis zur Vollendung des Eigeleges, wobei ein Wechsel der
Dominanz vom männlichen zum weiblichen Stieglitz
zu beobachten ist.
Ein
Nestbau erfolgt nach dem gemeinsamen Prüfem vorhandener
Nistmöglichkeiten.
Hohe
Warten werden bevorzugt, die Deckung und zugleich gute
Sicht bieten.
Der
Bau des dickwandigen, muldenförmigen Nestes aus feinen Stängeln,
Halmen, Moos, Flechten, Wurzeln oder Pflanzenfasern kann vier bis
sechs Tage beanspruchen. Feine Halme, Fasern, Wurzeln, Federn
oder „Wolle“ von Distelsamen können es auspolstern.
Während
der Brutzeit können Stieglitze auch kleine Insekten
wie z. B. Blattläuse fressen.
Stieglitze
werden nach etwa einem Jahr geschlechtsreif. Sie leben
monogam.
Gebrütet
wird von März/April bis Juli. Es sollen bis zu zwei Bruten
im Jahr erfolgen können.
Der
männliche bewacht und bewahrt den weiblichen Stieglitz während der
Brut vor Artgenossen.
Abgesehen
vom Nest gibt sich der tagaktive Stieglitz aber wenig
territorial.
Die
Eiablage erfolgt früh am Morgen. Vier bis sechs Eier sind
möglich; meist sind es jedoch fünf.
Jene
weißlichen Eier zeigen eine rötlich bzw. braunschwarzer Fleckung
zum stumpfen Eipol hin;
es
gibt aber auch völlig weiße. Zwölf bis vierzehn Tage kann
die Brut andauern. Währenddessen versorgt der männliche den
weiblichen Stieglitz mit Nahrung. Der weibliche Stieglitz verlässt
das Nest nur kurz zum Koten. Der männliche Stieglitz übernimmt
solange das Brüten.
Die
Jungvögel schlüpfen nackt und blind. Oft
zunächst drei, einen Tag danach zwei Jungvögel.
Ihre
Köpfe legen sie auch oft zum Wärmen zusammen.
Ab
dem fünften Tag an beginnen die Jungvögel, ihre Augen
zu öffnen.
Der
Kot der Jungvögel wird zunächst vom weiblichen Stieglitz
verschluckt; später abtransportiert und danach von den Jungvögeln
auf dem Nestrand abgelegt.
Ab
etwa dem zwölften Tag ist es den Jungvögeln möglich, bei
Gefahr das Nest zu verlassen.
Ist
der Ausflug der Jungvögel erfolgt, wird von diesen noch um Futter
gebettelt.
Futter
wird bei Stieglitzen(Carduelis) aus dem Kropf hervorgewürgt;
bei den anderen Finkenvögeln(Fringillidae) ist eher eine
Schnabel zu Schnabelfütterung üblich.
Ab
ungefähr dem 21. Tag versorgen sich die Jungvögel
selbst mit Nahrung.
Ab
ca. dem 30.-igsten Tage an sind die Jungvögel nun
selbstständig.
Währenddessen
kann der weibliche Stieglitz bereits mit dem zweiten
Nestbau begonnen haben.
Außerhalb
der Brutzeit bildet der Stieglitz Schlafgemeinschaften
mit bis zu vierzig Individuen.
Im
Winter können sich zu seinen Schwärmen Girlitz, Grünling sowie
Blut-Hänfling dazugesellen.
Stieglitze
können ein Alter von bis zu acht oder neun Jahren
in der Natur erreichen;
in
Gefangenschaft wurden schon siebzehn Jahre erreicht.
Gefährdung
Der
Stieglitz oder Distelfink gilt derzeitig als nicht
gefährdet.
Er
wurde als Vogel des Jahres 2016 gewählt.
In
Deutschland ist der Stieglitz nach dem
Bundesnaturschutzgesetz(§7 Abs. 2 Nr. 13b) besonders geschützt.
Auf Malta ist noch sein Fang von September bis Januar – nach maltesischer Rechtsprechung –
Auf Malta ist noch sein Fang von September bis Januar – nach maltesischer Rechtsprechung –
bis 10. April erlaubt. Es
droht dem Stieglitz dann zumindest eine Käfighaltung.
Stieglitz(Carduelis carduelis(L. 1758))
stärkt sich im Garten an Samen der
Berg-Flockenblume(Centaurea monatana(L.))
Weblinks
http://www.golyr.de/kinderlieder/songtext-stieglitz-stieglitz-zeiserl-ist-krank-576951.html
- Kinderlied
Angebote
aus der Zucht:
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-haustiere/stieglitz/k0c130
– Verkauf von Zuchtvögeln
http://www.dhd24.com/extra2/verkaufen-kaufen/42066/stieglitz.html
– Verkauf von Zuchtvögeln
http://www.markt.de/keywords,stieglitz/suche.htm
– Markt für Zuchtvögel
http://kleinanzeige.focus.de/tiere/stieglitz-kaufen.html
– wohl auch Zuchten vom Mittelmeer
http://www.tierflohmarkt.de/anzeigen.php?Landwahl=&Gruppe=Voegel&kategorie=Cardueliden&Art=Biete
– Tierflohmarkt
u. a.
Fotos
Videoclips


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