Zebraspringspinne(Salticus
scenicus(Clerck
1757))
Die
Zebraspringspinne(Salticus scenicus(Clerck 1757)) wird
zu den Springspinnen(Salticidae) gezählt. 2005 wurde sie als
Spinne des Jahres von der Arachnologischen Gesellschaft in
Deutschland ausgewählt.
In
Mitteleuropa gibt es etwa 90 Arten von Springspinnen; weltweit
ungefähr
4000.[http://www.tierportraet.ch/htm07c/zebraspringspinne.php]
Merkmale
Die
Körpergröße von Salticus scenicus(Clerck 1757) liegt
zwischen vier und sieben Millimetern, wobei weibliche
Zebraspringspinnen größer als männliche Individuen ausfallen.
Männliche
Zebraspringspinnen tragen lange Giftklauen.
Ihre
Frontalaugen können im Vergleich zu ihren anderen Augen wegen
ihrer Größe auffallen. Dies gilt für Springspinnen als typisch.
Daneben
befindet sich ein weiteres Paar kleinerer Frontalaugen sowie zwei
Paare Augen seitlich weiter hinten am Vorderkörper(Prosoma bzw. Cephalothorax).
Diese ermöglichen Salticus scenicus fast eine Rundumsicht.
Auch Farben- wie räumliches Sehen wird bei
Springspinnen angenommen.
Wegen
ihrer guten Sicht können Springspinnen sogar tote Insekten
als Beute erkennen – dies im Gegensatz zu anderen Spinnen!
{Letztere
benötigen entweder ihren Tastsinn zur Wahrnehmung einer
Erschütterung als Hinweis auf eine mögliche Beute (ggf. auch im
Netz) oder ein Sehen von Bewegung einer eventuellen Beute, die zu
derem Erkennen führt.}
Zebraspringspinnen
besitzen einen dunklen bzw.
braunschwarzen Körper.
Ihr
Vorderkörper(Prosoma) wird seitlich je von einem weißlichen
Schuppenhaarsaum begrenzt.
Hinter
oder zwischen ihrer Augenregion befindet sich ebenfalls ein großer,
weißlicher Fleck sowie distal(zum Hinterleib hin) ein Paar
kleinerer, weißer Flecken aus Schuppenhaaren.
Die
Zebraspringspinne – gelegentlich auch als Harlekinspinne
bezeichnet – fällt wegen ihrer Streifung ihres
Hinterleibes(Opisthosoma) ähnlich einem Zebra auf. Drei
braunschwarze Streifen wechseln mit weißen Streifen ab – bewirkt
durch entsprechend gefärbte Schuppenhaare der Springspinne.
Ihre
relativ kurzen Beine können bräunlichschwarz oder mit weißlichen
Schuppenhaaren bedeckt sein. Gliedergrenzen der Beine können hierbei
ringförmig dunkelbraun hervortreten.
Ältere
Individuen der Zebraspringspinne wirken dunkler, da sie
ihre weißlichen Schuppenhaare verlieren können!
Innerhalb
der Gattung Salticus
sollte die Zebraspringspinne
in Mitteleuropa von verwandten Arten durch ihre beiden
distalen(hinten gelegenen), weißen
Flecken am
Vorderkörper(Prosoma) sowie den drei
braunen Querstreifen
am Hinterleib(Opisthosoma)
deutlich unterschieden werden
können![https://de.wikipedia.org/wiki/Zebraspringspinne]
(Als
eine ähnliche Art könnte z. B. Salticus cingulatus erwähnt
werden.)
[Heiko
Bellmann: Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas 2. Auflage,
Franck-Kosmos
Verlags GmbH&Co Stuttgart,
2001, S. 200
Mitte,S. 201 obere Hälfte;
ISBN
3-440-09071-X]
Eine
Zebraspringspinne(Salticus scenicus(Clerck 1757))
sich
an einem Baumstumpf am Waldrand sonnend.
Vorkommen
Die
Zebraspringspinne kommt in Europa, (im Norden von) Asien sowie
Nordamerika ziemlich häufig vor.
Oft
kann sie in der Nähe von Menschen z. B. an Mauern, an oder in
Gebäuden, ferner an Holzwänden oder Zäunen beobachtet werden. Auch
an
Baumstämmen[http://www.medienwerkstatt-online.de/lws_wissen/vorlagen/showcard.php?id=2504]
oder Felsen sowie in
Wiesen(Grasland)[http://www.tierportraet.ch/htm07c/zebraspringspinne.php]
ist
sie ggf. vorhanden.
Sie
wärmt sich tagaktiv an sonnigen wie windstillen Orten auf.
Trockenrasen
mit Steinen sollen ihren naturgegebenen Aufenthaltsort darstellen.
[Heiko
Bellmann: Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas 2. Auflage,
Franck-Kosmos
Verlags GmbH&Co Stuttgart,
2001, S. 200
Mitte,S. 201 obere Hälfte;
ISBN
3-440-09071-X]
Lebensweise
Zebraspringspinnen
erbeuten Mücken wie Fliegen u. a. kleine Insekten.
Zebraspringspinnen
sollen im Nahbereich sogar die menschliche Sicht übertreffen können.
Salticus
scenicus(Clerck 1757)) schleicht sich an eine mögliche Beute bis
(mindestens fünf meist aber) einen Zentimeter Entfernung an und
springt diese dann überraschend an.
Hierbei
wird das dritte wie vierte Beinpaar als Sprungbeine
eingesetzt. Die plötzliche Streckung beider Beinpaare erfolgt mit
Hilfe des Hämolymphdruckes des Spinnenkörpers – also nach
Art einer Hydraulik.
Beinpaar
eins wird zur Abbremsung einer Landung sowie zum Beuteergreifen
eingesetzt.
Da
die Genauigkeit ihrer Sprünge ziemlich hoch ist, hat dies auch zu
ihrer Untersuchung in der Bionik geführt. Die
Zebraspringspinne kann hierbei Entfernungen ihrer zwanzigfachen
Körperlänge überwinden.
Zuvor
sichert sie sich mit einem Sicherheitsfaden ab, um ggf. wieder
an ihren alten Aufenthaltsort zurückkommen zu können.
Ein
Giftbiss sowie danach das Festhalten ihrer Beute soll die
Gifteinwirkung
wie Vorverdauung(extraintestinal)
ihrer Beute – wie bei Spinnen so üblich – ermöglichen.
Zur
Paarungszeit ab Mai bis August erfolgen meist (ritualisierte)
Kommentkämpfe zwischen rivalisiernden, männlichen
Zebraspringspinnen.
Auch
vor ihren weiblichen Zebraspringspinnen spreizen die
männlichen Salticus scenicus(Clerck 1757)) ihre langen
Cheliceren(Giftklauen) während ihrer Balz ab, um die weiblichen
Zebraspringspinnen zu
beeindrucken.[http://www.natur-in-nrw.de/HTML/Tiere/Spinnen/TSP-479.html]
Weibliche
Zebraspringspinnen können fast das Jahr über beobachtet
werden.
An
nassen, kühlen Tagen zieht sich die Zebraspringspinne in ihr
Versteck(eine
Gespinströhre)[http://www.bkmakro.de/Makro/Arachnida/Salticidae/Salticus_scenicus.htm]
zurück.
Exuvie(Häutungsrest) einer Zebraspringspinne(Salticus scenicus(Clerck 1757))an einem
Spinnfaden befestigt
In
jener Gespinströhre häutet sie sich ggf. auch oder legt ihre Eier
in einem kleinen, hellen Kokon
ab.[http://www.bkmakro.de/Makro/Arachnida/Salticidae/Salticus_scenicus.htm]
und überwintert
ggf.[http://www.natur-in-nrw.de/HTML/Tiere/Spinnen/TSP-479.html]
[Heiko
Bellmann: Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas 2. Auflage,
Franck-Kosmos
Verlags GmbH&Co Stuttgart,
2001, S. 200
Mitte,S. 201 obere Hälfte;
ISBN
3-440-09071-X]
Gefährdung
Die
Zebraspringspinne(Salticus scenicus(Clerck 1757)) ist
nicht gefährdet und bedarf daher bislang keines Schutzes.
Buch
Heiko
Bellmann: Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas 2. Auflage,
Franck-Kosmos
Verlags GmbH&Co Stuttgart,
2001, S. 200
Mitte,S. 201 obere Hälfte;
ISBN
3-440-09071-X
Weblinks
Fotos
Videoclips
https://www.youtube.com/watch?v=LmgVxtG9YFc


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