Donnerstag, 3. März 2016

Gemeine Erd- bzw. Sandbiene(Andrena flavipes(Panzer 1799))

Gemeine Erd- bzw. Sandbiene Andrena flavipes(Panzer 1799)
In Deutschland gibt es über 500 Wildbienenarten.
Von diesen bauen 380 Arten Nester, 278 davon im Boden.
Die Gattung Andrena beinhaltet in Deutschland über 100 Arten, auf der Nordhalbkugel über tausend.[http://www.wildbienen.de/eb-andre.htm]
Die Sandbiene Andrena fabialis gehört zu den Sandbienen der Gattung Andrena. Die Gemeine Sandbiene gilt als fakultativ(d.h.
je nach vorliegenden,(günstigen) Bedingungen) koloniegründende Bienenart.




Merkmale

Jene Sandbienen erreichen Körperlängen von neun bis dreizehn(vierzehn[http://www.naturspaziergang.de/Wildbienen/Andreninae/Andrena_flavipes.htm]) Millimetern und ähneln in ihrem Aussehen Honigbienen(allerdings ohne ihre Tergitbinden), da sie meist eine hellbraune Behaarung aufweisen. {Männliche Imagines erlangen eine Körpergröße von neun bis dreizehn Millimetern und wirken etwas schlanker
weibliche Imagines von zehn bis 14 Millimetern.}
Weibliche Imagines tragen drei(o. m.) weiße Bänder auf ihren Hinterleibstergiten.
Als Unterschied zu Andrena gravida[http://www.bb-artengalerie.de/hautfluegler/andrena_gravida.php] trägt die Gemeine Sandbiene braune Haare im Gesicht wie an der Brust und soll dadurch mit anderen Sandbienenarten nicht verwechselt werden können.[http://www.naturspektrum.de/db/m_spezies.php?art=andrena_flavipes]
Gegenüber Lasioglossum calceatum(Scopoli 1763) unterscheidet sich die Gemeine Sandbiene durch die Anzahl der Hinterleibsbinden(bei ersterer vier o. m.) sowie die Körper- wie Hinterleibslänge
bzw. -form. Ferner trägt Andrena flavipes einen eher eckigen Kopf. Während Andrena flavipes einen meist ovalen Hinterleib besitzt, erscheint er bei Lasioglossum calceatum eher längs-oval.
[Andreas Müller, Albert Krebs, Felix Amiet: „Bienen“
Mitteleuropäische Gattungen,
Lebensweise, Beobachtung
NaturBuchVerlag, München 1997;
S. 96 u. sowie r.
ISBN 3-89440-241-5]
Andrena flavipes gehört zu den Generalisten unter den Solitärbienen.http://nafoku.de/wildbienen/htm/andrena-flavipes.htm
http://www.gezieferwelt.de/wespen.html#Andrena flavipes


Vorkommen

Andrena flavipes gilt als häufig und weist in ihrem Vorkommen in Deutschland keine Verbreitungsgrenzen auf.(Andreas Müller, Albert Krebs, Felix Amiet: „Bienen“ Mitteleuropäische Gattungen,
Lebensweise, Beobachtung
NaturBuchVerlag, München 1997;
S. 96 u. sowie r.
ISBN 3-89440-241-5)
Bekannt ist sie aus Süd- wie Mitteleuropa; in Deutschland auch aus den niedrigen Lagen.[http://www.wildbienen.de/eb-aflav.htm][http://nafoku.de/wildbienen/htm/andrena-flavipes.htm]
Als Aufenthaltsorte werden gerne Waldränder, Hecken, Wiesen, Heiden, Brachflächen[http://www.bb-artengalerie.de/hautfluegler/gem_sandbiene.php], Sand-, Lehm- oder Kiesgruben, Dünen, Parkanlagen oder Gärten aufgesucht.[http://www.wildbienen.de/eb-aflav.htm][http://www.naturspaziergang.de/Wildbienen/Andreninae/Andrena_flavipes.htm]


Lebensweise

Andrena flavipes kann von April bis August(September[http://www.naturspaziergang.de/Wildbienen/Andreninae/Andrena_flavipes.htm]) auch fliegend in vielen verschiedenen Lebensräumen(d. h. ubiquitär)beobachtet werden.[http://www.wildbienen.de/eb-aflav.htm]
Jene Sandbiene weist zwei Generationen im Jahr auf(, d. h. sie ist bivoltin). Zuerst erfolgt der Schlupf der Männchen. Diese überfliegen in den nächsten Wochen die Nester ihrer Art auf der Suche nach weiblichen Imagines; nach erfolgter Paarung sterben sie etwa nach drei Wochen.
Die erste Generation erscheint von Ende März bis Ende Mai; eine zweite von Anfang Juli bis Anfang September.[http://www.wildbienen.de/eb-aflav.htm]
Eine Paarung
Zur Nestgründung werden Orte mit wenig Pflanzenbewuchs sowie mit geringer Bodenfeuchte bevorzugt.
Die begattete Gemeine Sandbiene gräbt sich zunächst einen kleinen, oft horizontal verlaufenden
[http://www.wildbiene.com/lexikon/index.php?am=8&as=28] Erdstollen. Diese Gänge können eine Länge von 16 bis 23 Zentimeter aufweisen. An jenen werden zwei bis drei Brutkammern angelegt,
die jeweils mit Pollen, Nektar sowie einem Sandbienenei versehen werden.
Tagsüber bleibt der Eingang zum Nest offen; während bei Nacht oder Regen jener verschlossen wird.[http://www.bb-artengalerie.de/hautfluegler/gem_sandbiene.php]
Die schlüpfenden Larven fressen Nektar wie Pollen und verpuppen sich in einem Kokon.[http://www.naturspektrum.de/db/spezies.php?art=andrena_flavipes]
Nachkommen der zweiten Generation überwintern in ihren Bodennestern und schlüpfen im März des darauffolgenden Jahres.
An besonders guten Aufenthaltsorten kann Andrena flavipes auch in großen Kolonien mit Scheinaggregationen bzw. -gesellschaften von bis über tausend Nestern[http://www.wildbienen.de/eb-aflav.htm] nisten.
Die Gemeine Sandbiene gilt als besonders polylektisch(d. h. sie ist unspezialisiert bzw. anspruchslos bei ihrer Nahrungssuche) und kann daher z. B. auch an Obstbäumen angetroffen werden.
Als Kuckucks- bzw. Wespenbiene kann bei ihr Nomada fucata sich einmieten.
[Andreas Müller, Albert Krebs, Felix Amiet: „Bienen“
Mitteleuropäische Gattungen,
Lebensweise, Beobachtung
NaturBuchVerlag, München 1997;
S. 96 u. sowie r.
ISBN 3-89440-241-5]


Gefährdung
In Deutschland sowie in der Schweiz gilt diese Sandbienenart als nicht gefährdet.[Andreas Müller, Albert Krebs, Felix Amiet: „Bienen“ Mitteleuropäische Gattungen,
Lebensweise, Beobachtung
NaturBuchVerlag, München 1997;
S. 96 u. Sowie r.
ISBN 3-89440-241-5]
Sie wird aber nach der Bundesartenschutzverordnung geschützt.



Buch
Andreas Müller, Albert Krebs, Felix Amiet: „Bienen“ Mitteleuropäische Gattungen,
Lebensweise, Beobachtung
NaturBuchVerlag, München 1997;
S. 96 u. sowie r.
ISBN 3-89440-241-5


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